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Im Namen Gottes. Ha-Mim. Aus dem Opus magnum „Futuh al-Ghayb“ (Die Eröffnungen des Verborgenen) des erhabenen Meisters der Qadiriyya-Tradition, des Königs der Gottesfreunde Abd al-Qadir al-Dschilani (gest. 561/1166), haben wir euch die Übersetzung der ersten neun Abschnitte – also der Ermahnungen – vorgelegt. In dieser Woche setzen wir an der Stelle fort, an der wir aufgehört haben, und präsentieren die Übersetzung des Abschnitte vom zehnten bis zum neunzehnten Kapitel, das heißt bis zur jeweiligen Ermahnung. Möge Allah es fügen, dass wir eines Tages das gesamte Werk vollständig übersetzen können. Möge Allah Seinen Diener mit Seiner Barmherzigkeit ansehen und ihm die geistige Unterstützung der Großen nicht entziehen. Amin!

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ÜBER DAS BEGEHRENDE SELBST (NAFS) UND IHRE ZUSTÄNDE

Der von Allah Wohlgefällige sprach: Es geht um Allah und dein begehrendes Selbst. Du bist der Angesprochene. Das begehrende Selbst ist Allahs Widersacher und Feind. Alles ist Allah untertan. Auch das begehrende Selbst gehört Ihm in Erschaffung und Besitz. Das begehrende Selbst verfügt über Anspruch, Wunsch, Begierde und die Lust, sich mit den Dingen zu vermengen. Indem du dem begehrenden Selbst widersprichst und ihm feindlich gegenüberstehst, stimmst du mit dem Erhabenen, dem Wahren, überein, und wenn du dich – wie in Seiner Anrede an David, Friede sei mit ihm: „O David! Ich bin dein Bedürfnis, also halte dich an dein Bedürfnis! Gottesdienst bedeutet, deinem begehrenden Selbst Feind zu sein“ – an den Allmächtigen und Majestätischen hältst und deinem begehrenden Selbst zum Feind wirst, dann verwirklichst du wahrhaftig deine Freundschaft und Dienerschaft zu deinem Herrn. Die Versorgung kommt dir leicht und angenehm zu. Dir wird Ehre und Großzügigkeit zuteil. Die Dinge werden dir zu Dienern, sie achten und erheben dich. Denn die Dinge sind allesamt deinem Herrn untertan und stimmen mit Ihm überein. Denn Er ist ihr Schöpfer und Urheber. Die Dinge bekennen ihre Dienerschaft zu Ihm. Im ehrwürdigen Koran heißt es:

“Es gibt nichts, was nicht Sein Lob preist, doch ihr versteht ihre (jeweilige Art der) Lobpreisung nicht.“ (Sure Die Nachtreise, Vers 44)

„Dann wandte Er sich dem Himmel zu, der (damals noch) Rauch war, und sagte zu ihm und zur Erde: ‚Kommt beide (her), willig oder gezwungen.‘ Sie sagten: ‚Wir kommen willig.‘“ (Sure Die Darlegung, Vers 11)

Gottesdienst, vollständiger Gottesdienst, geschieht durch Widerspruch gegen dein begehrendes Selbst.

„[…] Folge nicht deinen (eigenen) Neigungen, damit du nicht von Allahs Weg abkommst.“ (Sure Sad, Vers 11)

Der Erhabene Wahre sprach zu David (Friede sei mit ihm): „Verlasse deine Begierde, denn sie ist streitsüchtig.“

Die Geschichte über Bayezid Bistami (möge Allah mit ihm zufrieden sein) ist bekannt: Bayezid sah im Traum den Herrn der Erhabenheit und fragte Ihn: „Wie ist der Weg zu Dir?“ Der Erhabene Herr antwortete: „Verlasse dein begehrendes Selbst und komm!“ Bayezid sagte: „Wie eine Schlange aus ihrer Haut schlüpft, so schälte ich mich aus meinem begehrenden Selbst. Und ich sah, dass alles Gute darin lag, dem begehrenden Selbst in allen Zuständen feindlich gegenüberzustehen.“

Wenn du im Zustand der Gottesehrfurcht bist, widersprich dem begehrenden Selbst, indem du dich von dem Verbotenen, Zweifelhaften und der Verpflichtung der Geschöpfe befreist, davon, auf sie zu vertrauen und sich auf sie zu verlassen, sie zu fürchten und auf sie zu hoffen, nach den weltlichen Gütern in ihren Händen zu begehren. Begehre nicht nach dem, was sie in Form von Geschenken, Almosen, Spenden oder Gelübden geben. Schneide deine Hoffnung von ihnen ab mit allen Mitteln und Ursachen. So dass, wenn du einen reichen Verwandten hast, du nicht seinen Tod wünschst, um sein Vermögen zu erben.

Entferne dich vollständig von den Geschöpfen. Betrachte sie als eine Tür, die sich öffnet und schließt, akzeptiere sie als einen Baum, der manchmal Früchte trägt und manchmal nicht. Wisse, dass all dies durch die Tat eines Handelnden, durch die Lenkung eines Lenkers geschieht und das ist Allah, der Mächtige und Majestätische, damit du den Herrn allein anerkennst. Vergiss dabei aber nicht, dass die Diener (selbst) erwerben, um nicht der Deterministen-Sekte anzugehören. Glaube, dass die Taten ohne den Barmherzigen nicht vollständig werden, diene nicht den Dienern unter Vergessen des Erhabenen Wahren. Schreibe ihre Taten niemandem außer Allah zu. Sonst hast du Unglauben begangen und gehörst zu den Anhängern des Indeterminismus. Sage: „Die Erschaffung der Taten gehört allein dem Herrn, der Erwerb den Dienern!“ Wie in den Berichten verkündet, die bezüglich der Angelegenheiten von Strafe und Belohnung kamen.

Folge Allahs Befehl bezüglich der Diener! Rette mit Seinem Befehl dein Schicksal von ihnen, aber überschreite dabei nicht die Grenze. Allahs Urteil besteht in Seinem Urteil über dich und sie. Sei du ja nicht der Richter. Dein Zusammensein mit ihnen ist Schicksal. Das Schicksal aber ist Dunkelheit. Betritt die Dunkelheit mit einer Lampe! Diese Lampe ist das Buch Allahs, des Allmächtigen und Majestätischen, und die Sunna Seines Gesandten, Friede und Segen seien auf ihm. Tritt nicht aus diesen beiden heraus!

Wenn in deinem Verstand ein Gedanke oder in deinem Herzen eine Eingebung entsteht, lege sie dem Buch und der Sunna vor. Wenn du ein Verbot feststellst wie das Zusammensein mit Leuten des Ehebruchs, der Heuchelei, der Sünde und Ausschweifung, verfalle dem nicht und handle damit. Sondern wehre es von dir ab, indem du es unterlässt. Sei sicher! Das ist vom „Verfluchten“! Wenn diese Eingebung oder dieser Gedanke eine Sache ist, die Erlaubtes darstellt wie Essen, Trinken, Kleiden, Heiraten und Ähnliches, entferne es auch durch Zurückweisung von dir. Wisse, dass dies auch von deinem begehrenden Selbst kommt! Du aber wurdest befohlen, ihm zu widersprechen und feindlich zu sein. Falls du im Buch und in der Sunna kein Urteil findest wie „es ist verboten“ oder „es ist erlaubt“, handle auch nicht danach einem dir eigenen instinktiven Gedankengang wie „geh zu dem und dem, sprich mit jenem rechtschaffenen Mann“, denn du brauchst kein Wissen und keine Erkenntnis außer dem, was Allah dir gewährt hat! Wenn du sagst: „Es ist einzig und allein eine Eingebung von Allah, dem Allmächtigen und Majestätischen“, dann handle damit. Ja, sieh sogar, dass alles Gute darin liegt! Die Tat des Wahren besteht darin, dass du befohlen wurdest, dich mit der Wiederholung dieser Eingebung zu bemühen. Oder dieses Zeichen wird ein Zeichen sein, das die Verständigen unter den Gottesfreunden und die Bestätigten unter den Abdal verstehen, das denen offenbar wird, die vom Barmherzigen Kenntnis haben. Da du den Ausgang nicht kennst, wohin die Sache führen wird, und auch nicht, ob dies eine Falle oder Prüfung Allahs ist, beginnst du nicht sofort mit der Tat, sondern erforschst die darin liegende Versuchung und Vernichtung. Das Beste ist, dass du geduldig bist, bis Allah, der Barmherzige und Gütige, in dir handelt. Wenn du von der Tat losgelöst wirst und dorthin versetzt wirst, wirst du versetzt und beschützt, selbst wenn dir eine Versuchung begegnet, denn dein Herr bestraft dich nicht wegen „Seiner eigenen“ Tat. Auf jemanden wie dich kommt Strafe wegen einer Sache. Selbst wenn du im Zustand der Wirklichkeit bist – der der Zustand der Gottesfreundschaft ist – widersprich deiner Begierde und folge vollständig dem Befehl! 

Das Befolgen des Befehls ist zweierlei: 

Erstens: dass du von der Welt die Versorgung nimmst, die das Recht deines begehrenden Selbst ist, die Lust unterlässt, die Pflicht erfüllst und dich damit beschäftigst, alle Sünden, geheime oder offene, zu unterlassen. 

Zweitens: dem inneren Befehl zu folgen. Dies ist der Befehl des Erhabenen Wahren, mit dem Er Seinem Diener befiehlt und verbietet. Dies verwirklicht sich durch den Befehl bezüglich des Erlaubten, was „weder verboten noch verpflichtend“ bedeutet und keine Regelung in der religiösen Normenlehre hat. Dieses Erlaubte ist eine unbewertete (urteilsfreie) Angelegenheit. Es ist der freien Wahl des Dieners überlassen. Deshalb wird es als erlaubt bezeichnet. Der Diener tut in dieser Hinsicht nichts von sich aus. Er wartet auf den Befehl. Wenn ihm befohlen wird, folgt er, und so geschehen seine Bewegungen und sein Stillsein mit seinem Herrn. Was eine Regelung in der religiösen Normenlehre hat, folgt er mit der religiösen Normenlehre und was keine hat, mit dem inneren Befehl. Dann wird er zu einem der Leute der Wirklichkeit. Wer keinen inneren Befehl hat, wird zur reinen Tat im Zustand der Ergebung. Wenn du im Zustand der absoluten Wahrheit bist – das ist der Zustand der Auslöschung und des Vergehens, dessen Herz Ihm gehört, der Gelehrte und Verständige, der Erkennende und Einheitsbekenner, der Herr und Befehlshaber der Gemeinschaft, der Beschützer der Menschen, der Stellvertreter des Barmherzigen, sein Freund, sein Augapfel und sein Geliebter, der Zustand der Abdal, dann besteht dein Befolgen des Befehls darin, dass du dir selbst widersprichst, fern von Macht und Kraft, und dass du keinerlei eigenen Willen in Bezug auf Diesseits und Jenseits hast. Dann wirst du zum Diener des Herrschers, nicht zum Diener des Reiches. Du wirst zum Diener des Befehls, nicht der Begierde! Wie das Baby in den Händen der Amme, der Tote in den Händen des Leichenwäschers, der Kranke, der rücklings vor dem Arzt liegt – natürlich außerhalb von Befehl und Verbot. Allah weiß es am besten.

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ÜBER DIE BEGIERDE

Der von Allah Wohlgefällige und Wohlgefällig Gemachte sprach: Wenn dir im Zustand der Armut der Wunsch nach der Heirat eingegeben wird und du unfähig bleibst, ihn zu verwirklichen, und dennoch geduldig bist, indem du vom Erhabenen Schöpfer einen Ausweg erwartest, dann hilft Er dir entweder, indem Er dieses starke Verlangen, das Er dir eingegeben und in dir erschaffen hat, von dir nimmt und beseitigt, so dass du die Last nicht tragen musst, und indem Er dich und dein Leben beschützt, oder Er hilft dir, indem Er dir jenes Verlangen als ausreichende und befriedigende Gabe zuteilwerden lässt, ohne dass du eine Bürde in dieser Welt und eine Mühsal im Jenseits verspürst, weil du dabei geduldig warst und mit deinem Schicksal zufrieden warst, nennt Allah dich einen Geduldigen und Dankbaren und mehrt deine Standhaftigkeit und Kraft. Wenn dieser Wunsch dein Schicksal ist, lenkt Er es dir als ausreichende Vervollständigung zu, und so verwandelt sich deine Geduld in Dankbarkeit. Allah hat den Dankbaren versprochen, ihnen mehr zu geben: „Wenn ihr dankbar seid, werde Ich euch sicherlich noch mehr (von Meiner Gunst) gewähren. Wenn ihr (aber) undankbar seid, dann ist Meine Strafe gewiss streng.“ (Sure Abraham, Vers 7) 

Wenn es nicht dein Schicksal ist, nimmt Er – auch wenn das begehrende Selbst es begehrt und darauf besteht – jenes Verlangen aus deinem Herzen heraus und macht dich davon unabhängig. Dann fahre fort mit Geduld, widersprich der Begierde, trage den Befehl auf deinen Schultern, sei zufrieden mit dem Schicksal und erwarte damit Güte und Wohltaten. Denn: „Wahrlich, den Standhaften wird (dereinst) ihr Lohn ohne Maß vergolten.“ (Sure Die Gruppen, Vers 10)

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ÜBER DIE ERGEBUNG IN ALLAHS BEFEHL

Der von Allah Wohlgefällige sprach folgendermaßen: Wähle weder das Erlangen von Wohltaten noch das Entkommen aus Prüfungen! Dein  Schicksal ändert sich nicht durch deine Sehnsucht oder deinen Abscheu. Was dein Schicksal ist, wird dich finden. Wenn jene für dich bestimmt sind, werden auch die Prüfungen dich erreichen! Ob du unter ihnen leidest, ob du sie durch Bittgebet aufhebst, ob du ihnen gegenüber geduldig bist oder ob du ihnen um des Wohlgefallens des Schöpfers der Majestät willen standhältst.

Ergib dich dem Bestimmten, damit Er Seine Tat in dir vollzieht. Wenn Wohltaten bestimmt sind, beschäftige dich mit Dankbarkeit. Wenn Prüfungen bestimmt sind, halte stand und zeige Geduld! Im Maße der dir erzählten und der von dir durchlebten Zustände und der Stationen, die du auf dem Weg des Herrs zurückgelegt hast, dem zu gehorchen und dessen Freundschaft zu erlangen dir befohlen ist, um zum Höchsten Gefährten zu gelangen, entweder stimmst du überein und wirst durch sie gesegnet, oder du vergehst in ihnen und erlangst das Auslöschen. Dann erreichst du den Rang der früheren Wahrhaftigen, Märtyrer und Rechtschaffenen, um den zu sehen, der vor dir zum Herrscher wurde, sich Ihm näherte und bei Ihm alle Arten von Güte, Freude, Sicherheit, Wunder und Wohltaten fand.

Lass die Prüfungen dich besuchen. Versperre den Prüfungen nicht den Weg, fürchte dich nicht vor ihrem Kommen und Näherkommen, denn ihr Feuer ist nicht größer als die Flammen der Hölle. Der Beste der Menschheit, der Ehrenvollste derer, die die Erde trägt und der Himmel beschattet, Muhammad Mustafa (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) verkündet in einem überlieferten Hadith: „Das Höllenfeuer sagt zum Gläubigen: ‚Geh vorbei, o Gläubiger, dein Licht hat meine Flamme gelöscht.‘“ 

Das Licht, das die Flamme des glühenden Feuers löscht, ist kein anderes als das Licht, das der Gläubige in der Welt besitzt, das weder den verlässt, der der Welt gehorcht, noch den, der ihr ungehorsam ist. So soll dieses Licht die Flamme der Prüfungen löschen, und du sollst mit der Kühle deiner Geduld und deiner Übereinstimmung mit dem Herrn die Aufregung dessen spüren, was dir widerfährt und sich dir nähert. Die Prüfung kommt nicht zu dir, um dich zu vernichten, im Gegenteil: sie kommt, um dich zu prüfen, die Gesundheit deines Glaubens oder die Festigkeit des Seils deines Glaubens zu festigen. Das Innere der Prüfung dient auch dazu, dir zu verkünden, dass dein Herr mit dir prahlt. Allah sagt: „Wir werden euch sicherlich prüfen, um diejenigen unter euch kenntlich zu machen, die (für Allahs Sache) ringen und standhalten, sowie um eure (wahren) Absichten zu offenbaren.“ (Sure Muhammad, Vers 31)

Wenn dein Glaube zusammen mit den Geschöpfen fest ist und du mit deiner Gewissheit von Ihm Unterstützung und Kraft erhältst und in Seiner Tat all dem zustimmst, sei stets geduldig, übereinstimmend und ergeben. Weder in dir noch in anderen soll etwas außerhalb von Befehl und Verbot entstehen. Wenn Allahs Befehl eintritt, höre zu, beeile dich, werde aktiv, bleib nicht stehen, ergib dich nicht dem Schicksal und der Tat, sondern gib all deine Kraft und Anstrengung aus, um den Befehl zu erfüllen. Wenn du unfähig bleibst, steht es dir offen, dich an deinen Herrn zu wenden. Nimm Zuflucht zu Ihm, flehe demütig und erkläre deine Entschuldigung. Untersuche den Grund für deine Unfähigkeit, Seinen Befehl zu erfüllen, und dafür, dass dein Eifer in Seinem Gehorsam gebrochen wurde. Vielleicht waren der Pessimismus deines Bittgebets, deine Respektlosigkeit in Seinem Gehorsam, deine Unachtsamkeit, dich deiner eigenen Macht und Kraft zuzuneigen, deine Bewunderung für dein eigenes Wissen, dein Beigesellen deiner Seele und Seiner Geschöpfe zu Ihm die Ursache dafür, dass Er dich von Seiner Tür ausschloss, dich von Gehorsam und Dienst an Ihm entfernte, Seine Gewährung und Unterstützung von dir abschnitt, Seine Güte und Sein Antlitz von dir abwandte, dir grollte und sich von dir zurückzog, und dich mit dieser Prüfung deiner Welt, deiner Begierde, deinem Willen und deinen Wünschen zuwandte.

Aber weißt du nicht, dass all diese Haltungen diese Folgen hervorbringen und dich in den Augen dessen, der dich erschuf und erzog, der dir Gnade erwies und dich beschenkte, der dir Kraft gab und dich am Leben erhielt, herabsetzen?

Hüte dich davor, dass etwas anderes als dein Herr dich von deinem Herrn abhält. Alles außer dem Herrn ist etwas anderes als Er. Ziehe niemanden Ihm vor, denn Er ist es, der dich für Sich erschuf. Füge deinem Selbst kein Unrecht zu, sonst hält es dich mit etwas anderem als Seinem Befehl ab und wirft dich ins Feuer, dessen Brennstoff Menschen und Steine sind, und du wirst bereuen. Aber Reue wird dir nichts nützen. Du wirst dich entschuldigen, aber deine Reue wird nicht angenommen. Du wirst zur Welt zurückkehren und wiedergutmachen und deinen Zustand verbessern wollen, aber du wirst nicht zurückkehren können. 

Erbarme dich deiner Seele und sei ihr gegenüber barmherzig. Verwende die Werkzeuge und Mittel wie Tat, Glaube, Erkenntnis und Wissen, die dir gegeben wurden, um deinem Herrn zu gehorchen.

Erleuchte dich mit ihrem Licht in den Dunkelheiten des Schicksals. Halte dich an Befehl und Verbot. Führe Befehl und Verbot auf dem Weg deines Herrs aus. Was außerhalb dieser beiden liegt, übergib dem, der dich erschuf und ins Dasein brachte. Sei nicht undankbar gegenüber dem, der dich aus Erde formte und erzog, der dich aus einem Samentropfen erschuf und als Menschen gestaltete. Wünsche nichts anderes als Seinen Befehl, verabscheue nichts anderes als Sein Verbot! 

Sei zufrieden mit diesem Wunsch bezüglich dieser Welt und des Jenseits. Verabscheue jeden Abscheu bezüglich ihrer. Jedes Gewünschte folgt diesem Wunsch, jedes Verabscheute diesem Abscheu. Wo immer du bist und wo immer du dich befindest: wenn du in Seinem Befehl bist, sind alle Wesen in deinem Befehl und wenn du mit Seinem Verbot verabscheust, fliehen alle verabscheuungswürdigen Dinge vor dir.

Allah sagt in einem Seiner Bücher: „O Sohn Adams! Ich bin Allah. Es gibt keine Gottheit außer Mir. Ich sage zu einer Sache ‚Sei‘, und sie ist. Gehorche Mir, damit auch ich, wenn du zu einer Sache ‚Sei‘ sagst, diese Sache sein lasse.“

Und Allah sagt auch: „O Welt! Wer auch immer Mir dient, diene auch du ihm! Wer auch immer dir dient, den zermürbe!“

Wenn Allahs Verbot eintritt, sei wie jemand, dessen Gelenke erschlafft sind, dessen Sinne zur Ruhe gekommen sind, dessen Kraft erschöpft ist, der am Körper gestorben ist, dessen Verlangen verschwunden ist, dessen Spuren ausgelöscht sind, dessen Bilder eingraviert sind, dessen Werke vergessen sind, dessen Garten dunkel, dessen Gebäude zerstört, dessen Haus verlassen, dessen Dach eingestürzt ist, empfindungslos und wirkungslos! Deine Ohren, als wären sie von Geburt an taub und deine Augen, als wären sie geschlossen, erkrankt oder ihr Glanz erloschen. Deine Lippen, als wären sie voller Geschwüre und Pickel und deine Zunge, als wäre sie stumm und stammelnd. Deine Zähne, als wären sie schmerzend und pochend. Deine Hände, als wären sie gelähmt und könnten nichts halten. Deine Füße, als hätten sie Gicht, Lähmung und Geschwüre. An deinem Geschlechtsorgan, als gäbe es Impotenz und dein Kopf sei mit etwas anderem beschäftigt. Dein Verstand, als wäre er verrückt und wahnsinnig. Dein Körper, als wäre er gestorben und würde zum Grab getragen!

Dem Befehl zuhören und sich beeilen, gegenüber dem Verbot Schwäche, Unfähigkeit und Nachlässigkeit zeigen, bezüglich des Schicksals wie tot, wie ein Nichts und sich selbst ausgelöscht zu sein! Trinke diesen Trank und lass dich mit diesem Elixier behandeln! Nähre dich mit dieser Nahrung, damit du mit Allahs Willen und Erlaubnis geheilt und gerettet wirst, und von den Krankheiten der Begierden und den Leiden der Sünden gesund bleibst

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ÜBER DIE REINIGUNG DES HERZENS VON DER LIEBE ZUM BESITZ

Der von Allah Wohlgefällige und Wohlgefällig Gemachte sprach: Allah gewährt Seinem Diener von den weltlichen Wohltaten in Form von Besitz und Vermögen. Der Diener beschäftigt sich mit diesem Besitz und Vermögen und bleibt hinter seinen Gottesdiensten zurück. Der Erhabene Herr legt zwischen sich und einem solchen Diener einen Vorhang. Er entfernt ihn in dieser Welt und im Jenseits von Sich. Ja, Er nimmt ihm sogar seinen Besitz und sein Vermögen weg. So bleibt der Diener in der Welt in Armut und Not.

Wenn der Diener, dem weltliche Wohltaten gewährt wurden, nicht hinter seinen Gottesdiensten zurückbleibt und weiterhin damit beschäftigt bleibt, seinem Herrn zu gehorchen, macht sein Erhabener Herr die Wohltaten über ihm dauerhaft, ohne auch nur ein Körnchen zu mindern. Dieser Diener wird zum Diener Allahs und Besitz sowie Vermögen werden zu Dienern dieses Dieners.

„[…] Also sucht die Versorgung bei Allah, dient Ihm und seid Ihm (allein) dankbar. Und zu Ihm werdet ihr (dereinst) zurückgebracht. (Sure Die Spinne, Vers 17)

„Wahrlich, Allah ist der Versorger, der Besitzer aller Stärke, der Unerschütterliche.“ (Sure Die Zerstreuenden, Vers 58)

„Es kommt von Allah. Allah versorgt, wen Er will, ohne berechnen (zu müssen).“ (Sure Die Familie Imrans, Vers 37).

So wie er in der Welt im Überfluss und mit frohem Herzen leben gelassen wird, wird er auch im Jenseits im Garten der Zuflucht bewirtet. Er wird zusammen mit den Rechtschaffenen, den Märtyrern und den Wahrhaftigen in Ehre und Würde sein. Allah, der Besitzer von Güte und Großzügigkeit, weiß es am besten.

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ÜBER DAS BEFOLGEN DER ZUSTÄNDE DER GOTTESFREUNDE

Der von Allah Wohlgefällige und Wohlgefällig Gemachte sprach: O du, der du von Begierde besessen bist! Behaupte nicht, dass du im Zustand der Gottesfreunde bist. Deine Dienerschaft gilt der Begierde, ihre Dienerschaft gilt dem Herrn. 

Deine Neigung gilt der Welt, ihre Neigung aber gilt dem Jenseits! Du siehst die Welt, sie aber sehen den Herrn der Erde und des Himmels. Deine Vertrautheit ist mit den Geschöpfen, ihre Vertrautheit aber ist mit dem Erhabenen und Majestätischen Wahren. Dein Herz ist an die Erdenbewohner gebunden, ihre Herzen aber an den Herrn des Großen Thrones! 

Was du siehst, treibt dich! Sie aber sehen nicht, was du siehst. Sie sehen den Schöpfer der Dinge und was jener Erschaffer darin sieht. Damit wurden sie erfolgreich und gerettet. Du aber wurdest zum Pfand dessen, was du dir von der Welt gewünscht und ersehnt hast. Sie lösten sich von den Menschen, von der Begierde, vom Willen und von den Wünschen und gelangten zum Höchsten König. Allah machte sie erfolgreich in dem Gehorsam, dem Lob und der Verherrlichung, die Er in ihnen zu sehen hoffte.

„Das ist Allahs Huld, die Er gewährt, wem Er will.“ (Sure Der Tisch, Vers 54). 

Sie hielten daran fest, und durch die Fürsorge und Hilfe des Barmherzigen kam, wurden ihre Angelegenheiten mit wenig Anstrengung erleichtert. Gehorsam wurde für sie zu Geist und Nahrung, die Welt wurde in jenem Moment für sie zu einem Unglück und einer Schande, als wäre der Garten der Zuflucht ihnen eigen. Denn sie hatten nichts gesehen, bis sie in sich die Beständigkeit von Himmel und Erde (die Festigkeit von Tod und Leben), die Tat dessen, der erschafft und ins Dasein bringt, sahen. Ihr Herrscher hat sie zu Pflöcken der runden Erde gemacht, die Er geformt hat. Jeder von ihnen ist wie ein eingeschlagener Berg. Also weiche nicht von ihrem Weg ab! Konkurriere nicht mit denen, von deren Ansprüchen weder Väter noch Söhne sie abbringen konnten! Sie sind die Besten der Menschen, die mein Herr erschuf und auf der Erde verbreitete und vermehrte. Solange Himmel und Erde bestehen, sei Allahs Friede und Heil über ihnen! Amin.

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ÜBER FURCHT UND HOFFNUNG

Der von Allah Wohlgefällige sprach folgendermaßen: Ich sah im Traum, dass ich mich an einem Ort wie einer Moschee befand. Dort waren Menschen, die sich in die Abgeschiedenheit zurückgezogen hatten. Ich sagte: „Wenn es doch jemanden gäbe, der Anstand lehrt und sie rechtleitet.“ Ich wies sie auf einen der Rechtschaffenen hin. Die Menschen versammelten sich um mich herum. Einer von ihnen sagte: „Warum sprichst denn du nicht?“ Ich sagte: „Wenn ihr mich dafür geeignet haltet…“ Dann sagte ich: „Wenn ihr euch von den Menschen entfernt und dem Wahren zugewandt habt, so verlangt mit euren Zungen nichts von den Menschen. Und wenn ihr auch dies aufgegeben habt, verlangt auch nicht mit euren Herzen von ihnen. Denn das Verlangen mit dem Herzen ist wie das Verlangen mit der Zunge. Wisst auch: Der Erhabene Wahre ist in jedem Augenblick in Wirksamkeit; Er verändert und verwandelt, erhebt und erniedrigt. Während Er einige zu dem Höchsten erhebt, lässt Er andere zu dem Niedrigsten der Niedrigen hinabsteigen. Die Furcht derer, die zu dem Höchsten erhoben wurden, ist es, zu dem Niedrigsten der Niedrigen zu fallen. Ihre Hoffnung ist es, die Höhe, die sie besitzen, zu bewahren und dort ewig zu bleiben. Die Furcht derer, die Er zu dem Niedrigsten der Niedrigen hinabsteigen ließ, ist es, in der Niedrigkeit, in der sie sich befinden, zu verharren und dort ewig zu bleiben. Ihre Hoffnung ist es, zu dem Höchsten erhoben zu werden“, sagte ich, und dann erwachte ich.

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ÜBER DAS GOTTVERTRAUEN UND SEINE STUFEN

Der von Allah Wohlgefällige und Wohlgefällig Gemachte sprach: Nichts anderes hält dich von Allahs Gnade und davon ab, mit Seinen Wohltaten zu beginnen, als dein Vertrauen und deine Stütze in die Menschen, die Ursachen, die Mittel und den Erwerb. Die Menschen halten dich davon ab, durch Arbeit und Erwerb in Übereinstimmung mit der Sunna zu essen und zu trinken. Wenn du mit den Menschen zusammen bist, wenn du ihre Gnade und Wohltaten erhoffst, wenn du von ihnen verlangst, wenn du zu ihren Türen kommst und gehst, hast du Seine Geschöpfe Allah zum Teilhaber gemacht. Und Er wird dich bestrafen, indem Er dich vom Essen des Erlaubten der Welt – das in Übereinstimmung mit der Sunna erworben wurde – ausschließt. Wenn du dann vom Zusammensein mit den Menschen und davon, sie zu Teilhabern deines Herrn zu machen, bereust, dich dem Erwerb zuwendest, durch Erwerb isst, am Erwerb festhältst, damit zufrieden bist und die Gnade des Erhabenen und Majestätischen Herrn vergisst, wirst du wieder zum Götzendiener. Dies ist jedoch ein noch verborgenerer Götzendienst als der erste. Deshalb bestraft dich Allah und verbirgt dich vor Seiner eigenen Gnade und davon, mit Ihm zu beginnen.

Wenn du hiervon bereust und den Götzendienst beseitigst, dich vom Vertrauen auf Erwerb, Macht und Kraft befreist, den Barmherzigen als den erkennst, der Versorgung gibt, Ursachen schafft, Kraft für den Erwerb gibt, erleichtert und zu allem Guten führt, und weißt, dass die Versorgung in Seiner Hand liegt, lässt Er sie dir manchmal durch die Menschen zukommen – sei es im Zustand des Unglücks oder der Askese oder im Moment des Bittens an Allah –, manchmal als Gegenleistung für deinen Erwerb, und manchmal aus Seiner eigenen Gnade, ohne dass du Mittel oder Ursache siehst. Dann wendest du dich Ihm zu und wirfst dich in Seine Gegenwart, der Vorhang zwischen dir und Seiner Gnade hebt sich, und Er nährt dich aus Seiner eigenen Gnade mit dem Maß, das deinem Zustand im Moment der Bedürftigkeit genügt, und leitet dich, wie es ein mitfühlender und zarter Arzt seinem Kranken gegenüber tut. Dies tut Er, um dich zu beschützen und dich davor zu bewahren, dich zu etwas anderem als Ihm hinzuneigen. Er macht dich mit Seiner Gnade zufrieden. Und du siehst, dass jede Art von Willen, Begehren, Lust, Verlangen und Liebe abbricht und in deinem Herzen nichts anderes als der Wille des Allmächtigen und Majestätischen bleibt. Er will dir dein Schicksal senden, das du erlangen musst und das das Schicksal keines anderen Menschen außer dir ist. Er erschafft auch in dir ein Verlangen nach diesem deinem Schicksal und lenkt es zu dir. So lässt Er dich im Moment der Bedürftigkeit damit zusammentreffen. Dann lehrt Er dich und hilft dir, dass jenes Schicksal von Ihm kommt, dass Er es dir sendet und dir als Versorgung gibt. Dann verstehst und erkennst du dies und dankst Ihm. Und so nehmen deine Trennungen von den Mensche und deine Entfernungen von den Menschen zu, und du lässt dein Inneres leer von allem außer Ihm. Später, wenn dein Wissen und deine Gewissheit sich festigen, wenn das Licht deiner Brust und deines Herzens sich öffnet, wenn deine Nähe zu deinem Herrn und dein Rang bei Ihm zunehmen und Er dich befähigt, Geheimnisse zu bewahren, weißt du – als Gnade, Wohltaten und Rechtleitung von Ihm, um dich zu ehren und deine Würde zu mehren – wann dein Schicksal kommen wird.

Allah sagt: “Und Wir bestimmten aus ihrer Mitte Anführer, die (nach Moses) entsprechend Unserem Befehl (die Völker) leiteten, solange sie standhaft waren und mit Gewissheit an Unsere Zeichen glaubten.” (Sure Die Niederwerfung, Vers 24).

„Diejenigen (jedoch), die für Uns(ere Sache) ringen, werden Wir gewiss auf Unseren Wegen leiten.“ (Sure Die Spinne, Vers 69).

„Und fürchtet Allah, Der euch lehrt.“ (Sure Die Kuh, Vers 282)

Dann wird dir die Schöpfung erneut gegeben. So wirst du von den Zweifeln deiner Seele und den Einflüsterungen des verfluchten Satans gereinigt durch Seine offenkundige Erlaubnis, gegen die nicht widersprochen werden kann, durch Zeichen, die wie die strahlende Sonne leuchten, durch Sein köstliches Wort, das köstlicher ist als jede Lust, durch Seine wahrhaftige Eingebung, in der keine Verwirrung ist.

Allah sagt in einem Seiner Bücher: „O Sohn Adams! Ich bin Allah! Es gibt keine Gottheit außer Mir! Ich sage zu einer Sache ‚Sei‘, und sie ist. Gehorche Mir, damit auch Ich, wenn du zu einer Sache ‚Sei‘ sagst, diese Sache werden lasse.“ Allah hat dies vielen Seiner Propheten, Seinen Heiligen und den Auserwählten unter den Menschen zuteilwerden lassen.

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ÜBER DIE WASHEIT, DURCH EINEN WEGWEISER ZUM WAHREN ZU GELANGEN

Der von Allah Wohlgefällige und Wohlgefällig Gemachte sprach: Wenn du durch Allahs Annäherung zu Ihm gelangst und Seine Gewährung, das heißt, wenn du von den Menschen, von der Begierde, vom Willen und von den Wünschen herausgetreten bist und in Seinem Urteil, Seinem Befehl und Seiner Tat standhaft bleibst, ohne dass von dir eine Bewegung in Bezug auf dich selbst und Seine Geschöpfe ausgeht, dann ist dieser Zustand, in dem du dich befindest und der als „Gelangen“ bezeichnet wird, ein Zustand der absoluten Loslösung. Das Gelangen zu Allah, dem Allmächtigen und Majestätischen, ist nicht etwas Begrenztes und Verständliches wie das Gelangen zu einem von Seinen Geschöpfen. Denn: „Nichts ist wie Seinesgleichen, und Er ist der Allhörende, der Allsehende.“ (Sure Die Beratung, Vers 11)

Jenes Heilige Wesen ist erhaben darüber, Seinen Geschöpfen zu gleichen und mit Seinen eigenen Werken verglichen zu werden.

Wer zu Allah gelangt, wird von den Leuten der Vereinigung dadurch erkannt, dass der Barmherzige Herr ihn jedem einzelnen von ihnen eindeutig beschreibt. Niemand kann Ihm darin Teilhaber sein. Der Barmherzige Herr hat mit jedem einzelnen Seiner Gesandten, Propheten und Gottesfreunde ein Geheimnis, von dem niemand außer jener Person Kenntnis haben wird. So besitzt der Willenshabende ein Geheimnis, dem selbst sein Meister nicht gewahr sein kann. Ebenso besitzt der Meister ein Geheimnis, dem der Willenshabende keine Kenntnis haben kann – selbst dann nicht, wenn wir sagen, dass der Willenshabende auf seinem geistigen Weg bis an die Schwelle der Zustandstür seines Meisters gelangt ist.

Wenn der Willenshabende den Zustand seines Meisters erreicht, vereinzelt er sich und trennt sich von ihm. Von nun an leitet ihn sein Herr und zieht ihn vollständig von den Menschen fort. Dann nimmt der Meister die Rolle einer Amme und einer Hebamme ein. Nach zwei Jahren gibt es kein Stillen mehr. Nach dem Verschwinden von Begierde und Willen gibt es auch keine Geschöpfe mehr. Während der Zeit, in der das Brechen von Begierde und Willen notwendig ist, braucht man den Meister. Nach ihrem Verschwinden besteht keine solche Notwendigkeit mehr.

Denn es bleibt weder ein Mangel noch eine Trübung. Wenn du auf die von uns erläuterte Weise zu deinem Herrn gelangt bist, sei stets in Sicherheit vor allen anderen außer dem Mächtigen und Majestätischen. Sieh niemals in irgendjemandem außer Allah eine Existenz in Bezug auf Nutzen oder Schaden, Gewähren oder Vorenthalten, Furcht oder Hoffnung! Er ist es, der der Gottesfurcht und Vergebung würdig ist. Beobachte Ihn jeden Augenblick! Sei jeden Augenblick bereit für Seinen Befehl!

Trenne dich von dieser Welt, dem Jenseits und allen Seinen Geschöpfen! Deine einzige Beschäftigung sei der Gehorsam gegenüber deinem Vergebenden und Barmherzigen Herrn. Beschäftige dein Herz nicht mit allem außer Ihm! Betrachte die gesamte Schöpfung wie diesen einen Mann: Jener Mann, dessen Hände ein Sultan, dessen Herrschaft mächtig, dessen Befehl streng, dessen Einfluss und Macht schrecklich ist, von hinten bindet. Nachdem er die Fessel durch seinen Hals geführt hat, befestigt er sie an seinen Füßen. Nachdem er ihn an einen Baum am Ufer eines großen, breiten und tiefen Flusses mit reichlichem und schnellem Strom gehängt hat, setzt er sich auf seinen unbezahlbaren und unerreichbaren Thron. Direkt neben ihm sind Speere, Pfeile und Bögen in einer Menge, die kein anderer jemals bereitstellen könnte. Er schießt nach Belieben davon auf den gehängten Mann! Wäre es richtig, dass eine Person, die Zeuge dieser Szene wird, dem Sultan keine Beachtung schenkt, sich dem am Baum hängenden Mann zuwendet, ohne eine Furcht oder Hoffnung bezüglich seiner zu verspüren, sich vor ihm fürchtet und von ihm Hilfe erhofft?

Würde man nicht von jemandem, der sich so verhält, sagen, er sei „ein Verrückter, der seinen Verstand und seine Gefühle verloren hat“ oder „ein Tier, das menschlicher Sinne beraubt ist“? Wir suchen Zuflucht bei unserem Herrn vor dem Blindwerden, obwohl man sieht, vor dem Vertrieben werden, nachdem man herbeigebracht wurde, vor dem Gehindert werden, nachdem man ergriffen und nahegebracht wurde, vor der Irreleitung nach der Rechtleitung, vor dem Unglauben nach dem Glauben. Die Welt ist wie jener große Fluss, den wir oben beschrieben haben. Jeden Tag nimmt ihr Wasser zu. Die Fesseln sind die Begierden und Launen der Söhne Adams, die Ketten sind die Unglücke, die sie befallen. Die Pfeile und Speere sind die Prüfungen, die das Schicksal ihnen bringt. Der Anteil der Söhne Adams in der Welt sind im Allgemeinen Prüfungen, gute Dinge, Leiden und Mühen. Wenn er ein Gläubiger ist, hält jeder Mensch bei klarem Verstand in dem Moment, in dem er sieht, dass es kein Leben, keine Weite und keine Ruhe außer im Jenseits gibt, die Wohltaten und Freuden, denen er in der Welt begegnet, und die Unglücke für gleich. Dies ist ein Zustand, der dem Gläubigen eigen ist. Denn die edlen Worte unseres Meisters (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) zu diesem Thema lauten: „Es gibt kein Leben außer dem Jenseits.“ „Der Gläubige hat keine Ruhe außer der Begegnung mit seinem Herrn.“ und „Die Welt ist das Gefängnis des Gläubigen und das Paradies des Ungläubigen.“ „Der Gottesfürchtige ist gezügelt.“

Nach der Verkündung und dem Zeugnis unseres wahrhaftigen Verkünders, Friede und Segen seien auf ihm, wie kann behauptet werden, dass das Leben in der Welt angenehm sei? Alle Ruhe liegt darin, sich Allah, dem Allmächtigen und Majestätischen, zuzuwenden, mit Ihm übereinzustimmen und sich in Seine Gegenwart hinzulegen. So ist der Diener aus der Welt herausgetreten. Dann wird die Laune zu einer Zuneigung, einer Barmherzigkeit, einer Gnade, einem Almosen und einer Wohltat. Der Herr der Welten weiß es am besten!

18

ÜBER DIE UNTERSAGUNG DES KLAGENS

Der von Allah Wohlgefällige und Wohlgefällig Gemachte sprach: Ich rate dir Folgendes: Bezüglich einer guten Sache, die dir zuteil wurde, sollst du niemandem danken, wer immer es auch sei, ob Freund oder Feind! Beschuldige auch nicht den Barmherzigen Herrn wegen dessen, was Er dir angetan hat, oder wegen der Prüfungen, die er über dich gebracht hat! Zeige vielmehr Gutes und Dankbarkeit, denn deine Bekundung von Dankbarkeit, ohne diese in deinem Herzen zu tragen, ist besser, als deinen Zustand so zu offenbaren, wie er ist, und zu klagen. Wer kann von Allahs Wohltaten fern bleiben? Der Barmherzige sagt: „Wenn ihr versuchen würdet, Allahs Wohltaten aufzuzählen, könntet ihr sie nicht (alle) erfassen.“ (Sure Abraham, Vers 34)

In Seiner Hand sind so viele Wohltaten, dass auch du sie nicht erfasst! Erfreue dich über niemanden unter den Geschöpfen und schließe mit niemandem Vertrautheit. Mache niemanden mit dem Zustand bekannt, in dem du dich befindest. Vielmehr sei deine Vertrautheit mit Jenem Schutzherrn, der der wahre Freund ist, und deine Freude mit Jenem Frieden. Deine Klage aber richte von dem Milden wieder an den Erhörenden!

Erkenne keinen Zweiten an! Niemand besitzt die Macht über Schaden oder Nutzen, Erniedrigung oder Ehre, Herabsetzung oder Erhöhung, Verarmung oder Bereicherung, Belebung oder Tötung. Alle Dinge sind Geschöpfe Allahs, des Allmächtigen und Majestätischen. Alles ist in Seiner mächtigen Hand. Alles bewegt sich mit Seinem Befehl und Seiner Erlaubnis. Alles läuft bis zu einer bestimmten Frist. Bei Ihm hat alles ein Maß. Es gibt niemanden, der das, was Er zurückstellt, vorverlegt und ausführt, oder das, was Er ausführt, zurückstellt. Er sagt: „Wenn Allah dich mit einem Übel trifft, so kann es niemand beseitigen, ausser Ihm. Und wenn Er dir (etwas) Gutes erweisen will, so kann niemand Seine Gunst abwenden. Er erreicht damit, wen Er will von Seinen Dienern, und (für die Gläubigen) ist Er der Allvergebende, der Barmherzige.“ (Sure Jonas, Vers 107)

Wenn du im Wohlbefinden bist und dich bei Allah beklagst, indem du die Wohltat und das Wohlbefinden, die du besitzt, missachtest, als würdest du mit den Wohltaten spielen, und ihre weitere Vermehrung verlangst, wird Er auf dich zürnen und dir beides wegnehmen. Er macht deine Klage wahr, vermehrt deine Prüfungen, verschärft deine Strafe, zürnt dir, grollt dir und gibt dich auf. Hüte dich heftig davor zu klagen, selbst wenn dein Fleisch in Stücke gerissen und mit Scheren zerrissen würde!

Dir, dir, wieder dir empfehle ich Allah, Allah, wieder Allah! Dies ist die wahre Erlösung. Dies ist die Rettung! Achtung, ja Achtung: Jede Art von Prüfung, die die Söhne Adams befällt, kommt durch ihre Klage über ihren Herrn. Wie kann man sich über den Barmherzigen und Gnädigen beklagen? Er ist der Barmherzigste der Barmherzigen. Er ist der Gerechteste der Richtenden! Er besitzt Weisheit, Er ist über alles unterrichtet. Seine Zärtlichkeit und Sein Mitleid sind groß. Er ist überaus gütig, niemals ungerecht gegenüber Seinen Dienern. Wie ein Arzt, der Weisheit besitzt, liebevoll, mitleidvoll, sanft und aufrichtig ist.

Kann eine barmherzige Mutter beschuldigt werden? Denn unser Meister (Friede und Segen seien auf ihm) sagt: „Allah empfindet gegenüber Seinen Dienern mehr Barmherzigkeit als eine Mutter gegenüber ihrem Kind.“ O du Armer, sei anständig! Wenn du unfähig bist, den Prüfungen gegenüber geduldig zu sein, dann bemühe dich um Geduld. Wenn du unfähig bist zur Zufriedenheit und Übereinstimmung, dann sei geduldig. Wenn du es findest, sei zufrieden und stimme überein. Wenn du verlierst, dann vergehe.

O du Sinnbild des Seltenen und Verwandelnden, wo bist du? Wo offenbarst du dich, wo wirst du wahrgenommen? Hörst du nicht auf das Wort deines Herrn: „Der Kampf ist euch (in Zeiten des Dschihad) vorgeschrieben, auch wenn er euch missfällt. Es kann sein, dass euch etwas missfällt, das gut für euch ist, und dass euch etwas gefällt, das schlecht für euch ist. Allah weiss, (was gut für euch ist,) ihr aber wisst (es) nicht.“ (Sure Die Kuh, Vers 216).

Das Wissen um die Wirklichkeit der Dinge wurde dir genommen und du wurdest davon abgeschirmt. also versuche nicht, respektlos aus deinem eigenen Willen heraus zu hassen und zu lieben. Wenn du im Zustand der Gottesehrfurcht bist, folge in allem, was dir widerfährt, der religiösen Normenlehre: Dies ist der erste Schritt. Wenn du dich in einem Zustand befindest, in dem sowohl das Bewusstsein von Gottesfreundschaft als auch die Neigung des eigenen Begehrens erloschen ist, überschreite dies auf keinen Fall: Dies ist der zweite Schritt. Sei mit der Tat zufrieden und stimme überein. Verweile im Zustand der geistigen Stellvertretung, des höchsten geistigen Beistands und des geistigen Pols, sowie in der Wahrhaftigkeit. Dies ist auch der letzte Punkt.

Weiche vom Weg des Schicksals und räume seinen Weg. Weise dein begehrendes Selbst und deine Begierde zurück. Halte deine Zunge vom Klagen zurück! Wenn du dies tust und es Gutes für dich ist, wird der Herr dein Wohlgefallen, deine Freude und deine Lust vermehren. Wenn es aber Böses ist, wird Er dich beschützen, solange du Ihm gehorchst, den Tadel von dir entfernen, dich darin verlieren lassen, bis es von dir weicht und mit dem Ablauf deiner Frist weggeht. Wie die Nacht endet und dem Tag Platz macht, wie der Winter endet und dem Sommer Platz macht. Dies sind Beispiele für dich, ziehe daraus eine Lehre.

Außerdem sind Sünden, Fehler, Verbrechen und alle Arten von Verunreinigungen durch diese Sünden und Fehler. Nur derjenige, der von allen Arten von Sünden und Fehlern gereinigt ist, kann in die Versammlung des Großzügigen Allah eintreten. Sein Ort akzeptiert nur jene, die von den Unreinheiten der Behauptungen und des Geschwätzes gereinigt sind. So wie in die Versammlung der Herrscher nur derjenige eintreten kann, der von Unreinheiten und allen Arten von Schmutz und schlechten Gerüchen gereinigt ist!

Prüfungen sind Mittel der Sühne und Reinigung. Unser Meister (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) hat gesagt: „Ein Tag Fieber ist die Sühne für ein Jahr.“ Wie richtig hat jener Ahmad, der Erwählte, gesprochen. Der Erste derer, die sich auf der Stufe der allgemeinen Gottesehrfurcht befinden, besitzt Verlangen nach Verbotenem, Zuneigung zu den Menschen und Selbstwahrnehmung. Deshalb braucht er den Kampf mit Gottesehrfurcht, um sich vom Verbotenen und davon abzuhalten, zu den Begierden entgegen dem Befehl zu gelangen. Er muss unterscheiden zwischen dem, was er tut und was er nicht tut. Das ist Gottesehrfurcht.

Der Besitzer der Wirklichkeit hat nichts mehr zu tun außer dem, was ihm befohlen wurde. Deshalb tut er nichts außer dem, was ihm in der religiösen Normenlehre befohlen wurde. Jedoch betrachtet er das, was ihm befohlen wurde, als erlaubt für sich. Die Beobachtung des Dritten bezüglich dessen, dass er alles für den Mächtigen und Majestätischen und zusammen mit dem Allmächtigen und Majestätischen tut und nichts anderes tut, hat Vollkommenheit erreicht. Deshalb tut er nur das, was der Herr ihm befiehlt, wieder für den Herrn, und beobachtet, dass derjenige, der dies in Wahrheit tut, der Herr der Welten ist. Es gibt keinen Willen und keine Anstrengung seinerseits, etwas in seinem eigenen Namen oder im Namen von etwas anderem als Allah zu tun. Er tut es weder aus sich selbst heraus noch mit etwas anderem als Allah.

Alle drei sind auf dem Weg darin gemeinsam, dass keiner von ihnen etwas anderes tut als zu gehorchen. Sie unterscheiden sich jedoch in der Vollkommenheit der Erkenntnis und Beobachtung sowie in der Reinheit der Absicht und des Willens. Allah weiß es am besten.

19

ÜBER DEN BEFEHL, SEIN VERSPRECHEN EINZUHALTEN, UND DAS VERBOT, SEIN VERSPRECHEN ZU BRECHEN

Der von Allah Wohlgefällige sprach folgendermaßen: Wenn du zu einer Zeit, in der dein Glaube und deine Gewissheit schwach sind, ein Versprechen gibst, halte dein Versprechen ein. Gib es nicht auf, damit dein Glaube nicht verlorengeht und deine Gewissheit dich nicht verlässt.

Wenn dieses Gefühl der Treue in deinem Herzen erstarkt und fest Wurzeln schlägt, wirst du mit folgendem Wort Allahs angesprochen: „Ab diesem Tag bist du bei uns in fester Stellung und (geniesst) unser Vertrauen.“ (Sure Josef, Vers 54) Während du von einem Zustand in einen anderen übergehst, wird diese an dich gerichtete Ansprache wiederholt, und du wurdest zunächst zu den Auserwählten, dann zu den Auserwähltesten der Auserwählten. In dir blieb weder ein Wille noch ein Verlangen. Es gibt keine Arbeit mehr, die du mögen könntest, keine Nähe, die du spüren würdest, oder eine Station, die dein Verlangen auf sich zieht und auf die du deine Augen richtest. Du wurdest wie ein zerbrochenes Gefäß, das keine Flüssigkeit halten kann.

In dir wird weder Kraft noch Natur des Verlangens bleiben, du wirst nichts von dem begehren, was in dieser Welt und im Jenseits ist, denn du wurdest von allem außer Allah gereinigt. Dir wurde gewährt, mit Allah, dem Allmächtigen und Majestätischen, zufrieden zu sein. Und Sein Wohlgefallen wurde dir versprochen. Du wurdest durch die Taten Allahs, des Allmächtigen und Majestätischen, vollständig erfüllt und erfreut. Dann wurde dir etwas gewährt. Dadurch, dass du damit zufrieden warst und in dir den Eifer fandest, es zu begehren, wurdest du einer höheren Gnade als dieser Gnade teilhaftig und zu etwas Ehrenvollerem gewendet. Als Gegenleistung für das Erste wurdest du belohnt, indem du davon unabhängig wurdest. Und dir wurden die Tore des Wissens und der Erkenntnis geöffnet. Du wurdest über die Wahrheiten der Vorteile und Weisheiten sowie ihre Tiefen informiert, ie in deinem Übergang vom Früheren zum Späteren verborgen waren. Dann wurde dein Rang, zunächst den Zustand und dann das Wort zu bewahren, deine Vertrauenswürdigkeit beim Bewahren der Geheimnisse, durch die Weite deiner Brust, die Erleuchtung deines Herzens, die Gewandtheit deiner Zunge und durch die gereifte Weisheit in der Liebe, die dir vorbehalten wurde, unterstützt. So wurdest du zum Geliebten aller Geschöpfe – Menschen, Dschinn und andere –, die in dieser Welt und im Jenseits existieren: Denn du wurdest zum Geliebten des Erhabenen und Majestätischen Wahren! Die Geschöpfe sind dem Erhabenen und Majestätischen Wahren untertan. Ihre Liebe ist in der Liebe des Wahren enthalten. So wie ihr Zorn im Zorn des Mächtigen und Majestätischen enthalten ist.

Wenn du diese Stufe erreichst, in der du keinerlei Verlangen trägst, wird in dir ein Verlangen nach irgendetwas erweckt. Als dieses Verlangen in dir verwirklicht wurde, wurde jenes Ding beseitigt, vernichtet. Du wandtest dich davon ab. Jenes Ding wurde dir in der Welt nicht gewährt. Als Gegenleistung wurde dir das gewährt, was deine Nähe zum Allerhöchsten vermehren wird und womit deine Augen im höchsten Paradies und im Garten der Zuflucht erleuchtet werden. In der Welt, die das Heim der Verpflichtung, der Bedrängnis und des Mangels ist, dachtest du nicht an diese, sondern an Ihn und hofftest auf Ihn. Dein Wunsch wurde das Antlitz dessen, der ins Dasein bringt, erschafft, gibt, nimmt, die Erde ausbreitet und den Himmel erhebt. Denn Er ist es, der beabsichtigt, erhofft und erwartet wird.

Manchmal wird dir in der Welt mit etwas Ähnlichem oder etwas Geringerem als dieses vergolten, wegen des Brechens deines Herzens und deiner Einsicht. Dann wirst du von diesem Wunsch und dieser Erwartung abgehalten. Die Zahlung dieser Gegenleistung erfolgt im Jenseits, wie wir zuvor erwähnt und erklärt haben. Allah – erhaben ist Er – weiß es besser.

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Damit ist die Übersetzung der Ermahnungen vom zehnten bis zum neunzehnten Abschnitt zu ihrem Ende gelangt. Mit diesen Ermahnungen aus dem Buch haben wir einen kleinen Einblick in die sufische Weisheit des erhabenen Scheichs Abd al-Qadir al-Dschilani (möge Allah mit ihm zufrieden sein) gewährt. Seine Worte durchdringen die Schleier der Oberfläche und führen den aufrichtigen Willenshabenden zur Wahrheit. Möge Allah uns allen ermöglichen, aus diesen kostbaren Belehrungen Nutzen zu ziehen und sie in unserem Leben zu verwirklichen. Möge Er uns durch den Segen und die geistige Unterstützung des Königs der Heiligen rechtleiten und unsere Herzen mit dem Licht der Gotteserkenntnis erfüllen. O größter Beistand, sei unser Fürsprecher und Helfer auf dem Weg zu Allah! Alles Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten. Wege zu Allah! Alles Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten.


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Abd al-Qadir al-Dschilani: Die Ermahnungen 10–19 aus Futuh al-Ghayb